Year: 2016
Phase: Competition
Status: closed
Client: Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz (SMB)
Location: Berlin, Germany
Site area: 23.000m²
Program: museum of art

Team: SO-IL
Florian idenburg, Jing Liu, Ilias Papageorgiou, Kerim Miskavi, Michael, Ali Karimi, Ryan Hernandez,
Sanger Clark, Liv Andersen, Ian Ollivier
Collaborators Landscape: Stoss Landscape Urbanism
Structural: Schlaich Bergermann & Partner
Local Architect: MATTER, André Schmidt
MEP: Ingenieurbüro Hausladen GmbH
Civil: BAL Bauplanungs und Steuerungs GmbH

m. XX
Berlin, Germany

The design for Museum des 20 Jahrhunderts (M20) offers an opportunity to fundamentally reassess the typology of the museum, shifting it from what some see as a passive repository of sacred objects to a tantalizing and participatory platform, a space of public exchange that embraces the complexity of today. Rather than a series of static rooms, m.XX redefines the museum as an open structure. As an overarching gesture, a series of shifting “Wandscheiben“ form the framework of the plan. The structure redefines the classicist enfilade typology towards a dynamic spatial system that opens up new vistas, spatial linkages and juxtapositions. Apart from organizing space and flow, these elements serve as the main structural walls, allowing large column free galleries, atria and light wells and a variety of ceiling heights. With their 3 meter width, they accommodate circulation stairs and elevator cores, mechanical spaces, bathrooms, kitchens, storage and equipment. Where Mies’ transparency is enabled by a solid plinth, m.XX responds to this ‘analog’ contraposition by fusing openness with shrouding. Through the interweaving of serving and served spaces, and the calibration of openings and thresholds, the museum space gains tension. It can evoke renewed curiosity in a surrounding that has grown predictable. The new museum space is bold and dynamic, informal and improvisational. It becomes an environment not merely to view art, but to stimulate the understanding of transhistorical cultural forces, conflicting ideologies, and the aura of ideas. Its fluid organizational order, deliberate ambiguous form and meticulously calibrated edge, offer a new interpretation of the “living museum”. The future art museum is not isolated and exclusive, but open and permeable. Not a static shrine, but a constantly evolving public event. Museums should not sit on plinths, as they were Apollonian sanctuaries, far removed from the public. Like a Carl Andre piece, we place the museum structure on equal footing with the tapestry of the city. The volume is broken down into three shifting frames. This creates an extended exchange surface between institutional and urban life. The massing and siting responds to local moments while conversing with its direct neighbors. The elevation along the Sigismund Strasse echoes the National Gallery by Mies in width and height. In two confident shifts the building volume ascends northbound to acknowledge the St Matthäi Kirche and to clearly announce itself towards the Scharoun Platz, the ensemble of Kammermusiksaal and Philharmonie and the Potsdamer Straße. The overall volume, through a series of slightly curvilinear roofs, breaks down to create a humane scale, yet is unified in a continuous cloak, creating a new equivocal figure. A series of large windows and public terraces open the building up and offer views to key landmarks.The urban form does not merely make legible the plan’s generative diagram. It occupies a space somewhere between abstraction and ‘compassion’ say, between Miesian reductive geometry and Scharoun’s elaborate articulation – a form that has personality and engenders empathy. The Kulturforum is at the center of historic confrontations and urban encounters. Within this archipelago of characters, m.XX finds its own form and center of gravity. Team: Florian idenburg, Jing Liu, Ilias Papageorgiou, Kerim Miskavi, Michael, Ali Karimi, Ryan Hernandez, Sanger Clark, Liv Andersen, Ian Ollivier Collaborators Landscape: Stoss Landscape Urbanism Structural: Schlaich Bergermann & Partner Local Architect: Andre Schmidt MEP: Ingenieurbüro Hausladen GmbH Civil: BAL Bauplanungs und Steuerungs GmbH
Jahr: 2016
Phase: Competition
Status: closed
Bauherr: Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz (SMB)
Ort: Berlin, Germany
Fläche: 23.000m²
Programm: museum of art

Team: SO-IL
Florian idenburg, Jing Liu, Ilias Papageorgiou, Kerim Miskavi, Michael, Ali Karimi, Ryan Hernandez,
Sanger Clark, Liv Andersen, Ian Ollivier
Collaborators Landscape: Stoss Landscape Urbanism
Structural: Schlaich Bergermann & Partner
Local Architect: Andre Schmidt
MEP: Ingenieurbüro Hausladen GmbH
Civil: BAL Bauplanungs und Steuerungs GmbH
m. XX
Berlin, Deutschland

Nach den gerade überstandenen Katastrophen zweier Weltkriege erschien die gesellschaftliche Hauptaufgabe nicht mehr darin, dem utopischen Pfad hin zur letzten Wahrheit zu folgen, sondern Widerspruch und Konfrontation als fundamentale Bestandteile des Zusammenlebens zu akzeptieren. Die Kunst als Seismograph gesellschaftlichen Wandels nahm diese Erkenntnis in ihren eigenen Versuchen der Destabilisierung, Grenzverschiebung und Auflösung bisher geltender Bedeutungssysteme eindrucksvoll auf. Sie zielte darauf ab, einen Dialog zwischen unterschiedlichen Disziplinen und einer zunehmend fragmentierten Besucherschaft zu provozieren und entwickelte sich damit vom statischen Objekt hin zu Situationen, Aktionen, Erfahrungen und Untersuchungen. Während sich die Kunst stetig weiterentwickelte, veränderte sich die Museumsarchitektur über die Jahre wenig und geht bis heute kaum über den Versuch hinaus, Kunst möglichst stilvoll in Kisten zu packen. Das Museum des 20. Jahrhunderts bietet jedoch die Möglichkeit, die Typologie des Museums fundamental neu zu denken und sie von einem passiven Behälter heiliger Objekte in eine verlockende partizipatorische Plattform zu verwandeln. Mit dem Museum kann ein Ort des öffentlichen Austausches entstehen, der die Komplexität der Gegenwart einfängt, aus der heraus wir heute auf die Kunst des 20. Jahrhunderts schauen. Wie aber gestaltet man einen einnehmenden räumlichen Rahmen, der eine Vielfalt an Situationen, Begegnungen und vergänglichen Kunstwerken aufnehmen kann?
m.XX definiert das Museum als offene Struktur. Als raumübergreifende Geste formen dafür eine Serie von gegeneinander versetzten Wandscheiben ein Gerüst. Die dadurch entstehende Raumstruktur übersetzt so die klassische Typologie der Enfilade in ein dynamisches räumliches System, das vielfältige Blickbeziehungen, räumliche Verbindungen und Gegenüberstellungen ermöglicht. Neben der Organisation von Raum und Besucherströmen fungieren die baulichen Elemente als tragende Wände, die große stützenfreie Galerien, Atrien und Lichthöfe und unterschiedliche Deckenhöhen erlauben. Gleichzeitig nehmen sie die Treppen- und Aufzugskerne, Technik-, Sanitär- und Lagerräume sowie Technikschächte in sich auf.
Während die Neue Nationalgalerie ihre Transparenz durch ein massives Sockelgeschoss herstellt, reagiert m.XX auf diesen offensichtlichen Gegensatz mit einer Strategie der Vermischung von Offenheit und Verschleierung. Durch das Verweben von bedienten und dienenden Funktionen, von Öffnungen und Schwellen, wird das Museum in ein räumliches Spannungsverhältnis gesetzt, das den Besucher die verwischten Grenzen zwischen den unterschiedlichen Räumen immer wieder neu erleben lässt. Die fließende Raumordnung, absichtlich mehrdeutige Gestalt und die bewusste Setzung des Baus in seinem Umfeld machen eine Neuinterpretation des “Lebendigen Museums” möglich: Verwegen, dynamisch, informell und improvisiert wird damit das Gebäude zu einer Umgebung, in der man nicht nur Kunst betrachtet, sondern auch ein Nachdenken über die transhistorischen kulturellen Kräfte, widersprüchlichen Ideologien und die Idee der Aura der Kunst in der künstlerischen Produktion und Rezeption angeregt wird. m.XX steht damit stellvertretend für das Kunstmuseum der Zukunft: Nicht isoliert und exklusiv, sondern offen und durchlässig. Kein statischer Schrein der Kunst von Gestern, sondern eine sich in ständigem Wandel befindliches öffentliches Spektakel.

Urbane Gestalt und Verortung
Museen sollten nicht auf Sockeln sitzen, als wären sie Apollonische Heilige, weit weg von der Öffentlichkeit. Wie ein Kunstwerk von Carl André setzten wir das Museum sockellos direkt auf den Boden. Das Gebäudevolumen wird in drei gegeneinander versetzte Rechtecke unterteilt. Dadurch wird der Austausch zwischen den Aktivitäten des Museums und dem öffentlichen Leben verstärkt. Das Gebäudevolumen und seine Setzung im Stadtraum reagiert auf lokale Monumente und tritt gleichzeitig mit seinen direkten Nachbarn in Dialog. Die Ansicht entlang der Sigismund Straße spiegelt die Nationalgalerie von Mies van der Rohe in Breite und Höhe wider. Mit zwei selbstbewussten Versätzen entwickelt sich das Gebäudevolumen nach Norden, gibt dabei der St.Matthäi Kirche ihren Raum und präsentiert sich deutlich am Scharounplatz, gegenüber von Kammermusiksaal, Philharmonie und entlang der Potsdamer Straße. Die Gestalt des Gebäudes wird durch leicht kurvenförmige Dächer unterteilt und reagiert damit auf den menschlichen Maßstab, während sie durch eine einheitliche Hülle zusammengehalten wird und gleichzeitig eine Mehrdeutigkeit evoziert. Eine Serie großer Fenster und öffentlicher Terrassen öffnen das Gebäude und erlauben Blickbeziehungen zu wichtigen Bezugspunkten wie zum Beispiel zur St.Matthäi Kirche, der Neuen Nationalgalerie und dem Kammermusiksaal. Die urbane Gestalt macht nicht nur die Grundrissfigur lesbar. Sie besetzt eine Position zwischen Abstraktion und “Mitgefühl“, zwischen der reduzierten Geometrie Mies van der Rohes und der kunstvollen Artikulation Hans Scharouns, und schafft dadurch eine Form mit Persönlichkeit und erzeugt Empathie. Das Kulturforum befindet sich im Zentrum historischer Konfrontationen und urbanen Zusammenstößen. Mitten in diesem Archipelago von unterschiedlichen Charakteren findet m.XX seine eigene Gestalt und seinen Schwerpunkt.

Year: 2016
Phase: Competition
Status: closed
Client: Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz (SMB)
Location: Berlin, Germany
Site area: 23.000m²
Program: museum of art

Team: SO-IL
Florian idenburg, Jing Liu, Ilias Papageorgiou, Kerim Miskavi, Michael, Ali Karimi, Ryan Hernandez,
Sanger Clark, Liv Andersen, Ian Ollivier
Collaborators Landscape: Stoss Landscape Urbanism
Structural: Schlaich Bergermann & Partner
Local Architect: Andre Schmidt
MEP: Ingenieurbüro Hausladen GmbH
Civil: BAL Bauplanungs und Steuerungs GmbH
m. XX
Berlin, Germany

The design for Museum des 20 Jahrhunderts (M20) offers an opportunity to fundamentally reassess the typology of the museum, shifting it from what some see as a passive repository of sacred objects to a tantalizing and participatory platform, a space of public exchange that embraces the complexity of today. Rather than a series of static rooms, m.XX redefines the museum as an open structure. As an overarching gesture, a series of shifting “Wandscheiben“ form the framework of the plan. The structure redefines the classicist enfilade typology towards a dynamic spatial system that opens up new vistas, spatial linkages and juxtapositions. Apart from organizing space and flow, these elements serve as the main structural walls, allowing large column free galleries, atria and light wells and a variety of ceiling heights. With their 3 meter width, they accommodate circulation stairs and elevator cores, mechanical spaces, bathrooms, kitchens, storage and equipment. Where Mies’ transparency is enabled by a solid plinth, m.XX responds to this ‘analog’ contraposition by fusing openness with shrouding. Through the interweaving of serving and served spaces, and the calibration of openings and thresholds, the museum space gains tension. It can evoke renewed curiosity in a surrounding that has grown predictable. The new museum space is bold and dynamic, informal and improvisational. It becomes an environment not merely to view art, but to stimulate the understanding of transhistorical cultural forces, conflicting ideologies, and the aura of ideas. Its fluid organizational order, deliberate ambiguous form and meticulously calibrated edge, offer a new interpretation of the “living museum”. The future art museum is not isolated and exclusive, but open and permeable. Not a static shrine, but a constantly evolving public event. Museums should not sit on plinths, as they were Apollonian sanctuaries, far removed from the public. Like a Carl Andre piece, we place the museum structure on equal footing with the tapestry of the city. The volume is broken down into three shifting frames. This creates an extended exchange surface between institutional and urban life. The massing and siting responds to local moments while conversing with its direct neighbors. The elevation along the Sigismund Strasse echoes the National Gallery by Mies in width and height. In two confident shifts the building volume ascends northbound to acknowledge the St Matthäi Kirche and to clearly announce itself towards the Scharoun Platz, the ensemble of Kammermusiksaal and Philharmonie and the Potsdamer Straße. The overall volume, through a series of slightly curvilinear roofs, breaks down to create a humane scale, yet is unified in a continuous cloak, creating a new equivocal figure. A series of large windows and public terraces open the building up and offer views to key landmarks.The urban form does not merely make legible the plan’s generative diagram. It occupies a space somewhere between abstraction and ‘compassion’ say, between Miesian reductive geometry and Scharoun’s elaborate articulation – a form that has personality and engenders empathy. The Kulturforum is at the center of historic confrontations and urban encounters. Within this archipelago of characters, m.XX finds its own form and center of gravity. Team: Florian idenburg, Jing Liu, Ilias Papageorgiou, Kerim Miskavi, Michael, Ali Karimi, Ryan Hernandez, Sanger Clark, Liv Andersen, Ian Ollivier Collaborators Landscape: Stoss Landscape Urbanism Structural: Schlaich Bergermann & Partner Local Architect: Andre Schmidt MEP: Ingenieurbüro Hausladen GmbH Civil: BAL Bauplanungs und Steuerungs GmbH